Montag, 12. November 2012

Bewerbung, Personaler, Bewerbungsgespräch

Jeder benutzt die Begriffe Bewerbung, Personaler und Bewerbungsgespräch. Wir haben diese Schlüsselbegriffe aus dem Bewerbungsprozess auf bewerber-front noch einmal erklärt. So braucht niemand googeln und kann für immer und allezeit an der bewerber-front bleiben.
  
Was ist eine Bewerbung
Mithilfe einer Bewerbung unterbreitet ein Mensch auf Jobsuche (der Bewerber) einem Arbeitgeber oder dessen Personaler ein Angebot. Der Bewerber drückt mithilfe seiner Bewerbung den Willen aus, ein Arbeitsverhältnis einzugehen. Meist richtet der Bewerber seine Bewerbung an den jeweiligen Personaler. Hält er den Bewerber für geeignet, folgt häufig ein Bewerbungsgespräch, an dem die Geschäftsführung, Vertreter der Fachabteilung und Personaler teilnehmen. Erfahrung mit Bewerbungsgesprächen hilft Bewerbern in Bewerbungsgesprächen sehr, da oft bereits Techniken wie das Assessment Center von den Personalern angewendet werden.

Was ist ein Personaler
Personaler sind meist die ersten im Unternehmen, die mit den Bewerbern auf Jobsuche in Kontakt treten. Personaler prüfen zunächst die Bewerbung und testen anschließend verschiedene Bewerber im Bewerbungsgespräch und im Assessment Center. Wichtig für gute Personaler ist eine umfangreiche Erfahrung und Menschenkenntnis.

Was ist ein Bewerbungsgespräch
Ein Bewerbungsgespräch ist ein Auswahlinstrument für Personaler, um geeignete Bewerber für bestimmte Positionen in Unternehmen zu finden. Dem Bewerbungsgespräch voraus geht die Bewerbung eines Menschen auf Jobsuche. Ergänzt wird das Bewerbungsgespräch oft mit einem weiteren Auswahlwerkzeug, dem Assessment Centre. Personaler verwenden sowohl feste Auswahlkriterien für die Bewertung eines Bewerbers, als auch ihre Erfahrung.

Freitag, 9. November 2012

Was ist eigentlich Teamfähigkeit?


Kaum eine Bewerbung kommt ohne diese Anforderung an den Bewerber aus: Teamfähigkeit scheint das zentrale Einstellungskriterium bei der Jobsuche zu sein. Kaum eine Bewerbung kommt aus, ohne darauf hinzuweisen, dass der Bewerber bitte teamfähig sein soll, gut im Team arbeiten kann und als Teamplayer beste Ergebnisse liefern wird. Ohne Teamfähigkeit geht nichts bei einer Bewerbung. Dicht gefolgt von guten Englischkenntnissen. Die Englischkenntnisse lassen sich dabei wenigstens überprüfen. Einmal kurz im Bewerbungsgespräch auf Englisch wechseln und wenn der Bewerber dabei nicht ins Stottern kommt, kann man als Personaler schon mal ein Häkchen dranmachen. Aber wie prüft man die  Teamfähigkeit eines Bewerbers? Wie misst man Teamfähigkeit?

Nun kann man natürlich mehrere Bewerber zusammen zum Bewerbungsgespräch einladen und mit aufwändigen Projekten und Tests die Teamarbeit bewerten. Das klingt aber nach ganz viel Arbeit für die Personaler. Vor allem dann, wenn alle Bewerber, egal auf welche Stelle sie sich bewerben, diese Fähigkeit besitzen sollten.

Eine ganz andere Frage ist dabei, ob alle ausgeschriebenen Stellen, auf die man bei der Jobsuche stößt, auch wirklich einen teamfähigen Bewerber brauchen. Als Redakteur schreibt man meist alleine an seinem Artikel. Auch wenn man dabei oft in einem Großraumbüro sitzt, muss man nicht unbedingt teamfähig sein, um sich mit seinen Kollegen zu verstehen. Man sollte ja hoffentlich erwarten können, dass Bewerber ein gewisses Maß an sozialer Kompetenz haben, ohne es als Qualifikation zu erwähnen. Wir sind ja schließlich nicht alleine in einer Höhle aufgewachsen, fernab von jeglicher Zivilisation. 

Die Personaler wollen keine Musteranschreiben, bei denen der Bewerber nur schnell den Namen des Unternehmens geändert hat. Das ist verständlich, als Personaler will man schließlich auch sehen, wie viel Zeit dem Bewerber der Job wert ist.  Aber als Bewerber selbst findet man bei der Jobsuche häufig Muster-Stellenanzeigen. Bei denen hat man das Gefühl, dass nur Unternehmen oder Berufsbezeichnung geändert wurden. Aber Fehltritte der Personaler bei Stellenanzeigen ist ein ganz anderes Thema und wird hier demnächst in einem eigenen Artikel diskutiert. 

Anja Bertele

Donnerstag, 8. November 2012

Kein Job trotz Ausschreibung


Neulich habe ich während der Jobsuche eine kuriose Erfahrung gemacht. Auf der Website einer großen, deutschen Tageszeitung fand ich eine Stellenausschreibung, die mich sehr interessierte. Gesucht wurde ein Volontär, also ein Hochschulabsolvent, der eine Ausbildung zum Redakteur machen möchte.

Ich habe einen wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund, kenne mich in der Medienbranche aus und meine Interessen sind breit gefächert. Optimale Voraussetzungen, um zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden, vielleicht hat die Jobsuche bald ein Ende – dachte ich.

Unten in der Stellenausschreibung fand ich die Kontaktdaten des zuständigen Personalers, an den ich meine Bewerbungsunterlagen senden sollte. Die nächsten drei bis vier Stunden war ich nun damit beschäftigt, meine Unterlagen für die Bewerbung zusammenzustellen. Anschreiben formulieren, Lebenslauf auf Vordermann bringen, Zeugnisse und Arbeitsproben einscannen. Anschließend alles in einem Dokument zusammenfassen und an den Personaler schicken.

Aus meiner Erfahrung von früheren Bewerbungen wusste ich, dass ich nun wohl ein paar Wochen auf ein Ergebnis warten müsste. Irrtum – es dauerte zwei Wochen, da fand ich eine Nachricht des Personalers der Tageszeitung in meinem Briefkasten. Er erklärte mir, dem „Sehr geehrten Bewerber“, dass alle Volontärstellen über mehrere Jahre vergeben sind und er mir deshalb „fairerweise“ kein Bewerbungsgespräch anbieten kann.

Fassen wir zusammen: Die Personaler eines deutsches Leitmediums veröffentlichen eine Stellenausschreibung, mit der sie Bewerber auf eine (vermeintlich) offene Stelle suchen. Nachdem eine Bewerbung eingegangen ist, wird dem Bewerber auf Jobsuche vom Personaler mitgeteilt, dass die ausgeschriebene Stelle in den nächsten Jahren gar nicht zu vergeben ist!


Alexander F. Ott

Mittwoch, 7. November 2012

bewerber-front – Wie Personaler Bewerber ausbremsen



Viele Personaler schildern im Internet ihre kuriosen Erfahrungen mit Bewerbungen und Bewerbern. Schlechtes Deutsch, falsche Kleidung und pampige Antworten gehören zu den Running Gags.
Doch nicht nur Bewerber scheinen Probleme mit der richtigen Selbstdarstellung zu haben. Unsere Erfahrungen als Bewerber zeigen, dass auch viele Unternehmen einen respektvollen Umgang mit potenziellen Arbeitnehmern vermissen lassen.

Auch Personaler machen Fehler

In unserem Blog bewerber-front stellen wir unsere persönlichen Erfahrungen mit unprofessionellen Personalern vor. Auch die große Anzahl an Verfassern von Gastbeiträgen bestätigt uns darin, dass wir mit unseren Erfahrungen nicht alleine sind.  Wir wollen auf dieser Seite zur Diskussion anregen und den Personalern den Spiegel vorhalten.

Trotz Fachkräftemangels in Deutschland gehen die Personaler wenig auf die Bewerber ein. Bei der Jobsuche bewirbt sich nicht nur der Bewerber bei einem Unternehmen, sondern auch das Unternehmen bei denjenigen, die auf Jobsuche sind. Auf Bewerbungen nicht zu antworten, ist mittlerweile üblich.

Flexible Bewerber vs. unflexible Personaler

Unsere Erfahrung zeigt, dass Stellenanzeigen nicht zwangsläufig geschaltet werden, wenn Personaler auf der Suche nach Bewerbern sind. Vielmehr dienen sie als günstiger Ersatz für Werbeanzeigen. Bewerbungsgespräche kommen nicht zustande. Bewerbern auf Jobsuche wird trotz ausgeschriebener Stelle abgesagt, weil die Jobs angeblich bereits langfristig besetzt sind.

Für viele Personaler scheint eine langfristige Personalplanung nicht möglich zu sein. Nicht wenige Stellen sind sofort oder binnen zwei Monaten zu besetzen. Andererseits erwarten nach unserer Erfahrung speziell die großen Leitmedien von den Bewerbern, sich schon zwei Jahre vor Berufseintritt auf Jobsuche zu begeben. Von Bewerbern wird also größtmögliche Flexibilität erwartet. Ein Attribut, das offenbar nicht als Einstellungskriterium für Personaler selbst gilt. Personaler richten sich fast nie nach den Wünschen der Bewerber, wenn es um das Eintrittsdatum geht.

Bewerbungsgespräch – und dann?

Nachdem die Bewerber die erste Hürde genommen haben und zum Bewerbungsgespräch eingeladen sind, wird es allerdings nicht besser. Auf die Ankündigung, binnen drei Tagen über Einstellung oder Absage zu informieren, hört man von manchem Personaler nie wieder etwas. 

Wir richten uns mit unserem Blog an alle, die auf Jobsuche sind oder waren, aber auch an die Personaler selbst. Jeder ist herzlich eingeladen, über die Kommentarfunktion oder als Gastblogger seine eigenen Erfahrungen mit Bewerbungen einzubringen und mitzudiskutieren.